Okt 15 2012

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Tollwut bei Katzen

Abgelegt 08:22 unter Katzenhaltung

Tollwut bei Katzen

Bei Tollwut handelt es sich um eine meist tödlich verlaufende Virusinfektion, die eine Entzündung des Gehirns verursacht (Enzephalitis). Sowohl Tiere, als auch Menschen können an Tollwut erkranken. Tollwut äußert sich in Symptomen wie beispielsweise Angst, Verwirrtheit, Schlaflosigkeit und Wutanfällen aus den geringsten Anlässen. Im weiteren Verlauf kann es zu Kehlkopfkrämpfen und Lähmungen des Rachens, sowie zur Hydrophobie, also der Abneigung gegen Wasser, kommen. Ein Heilmittel gegen Tollwut ist nicht bekannt, weshalb Vorbeugung umso wichtiger ist.

Tollwut in Deutschland
Laut der Weltorganisation für Tiergesundheit gilt Deutschland seit dem Jahr 2008 als tollwutfrei. Da jedoch die Fledermaustollwut noch nicht ausgerottet ist, können Haustiere wie Hunde oder Katzen noch immer mit Tollwutviren in Berührung kommen, weshalb Vorbeugemaßnahmen wie Schutzimpfungen weiterhin äußerst wichtig sind. Auch mehrere Stunden nach dem Biss von einem mit Tollwut infizierten Tier kann eine Impfung noch wirkungsvoll sein, weshalb in jedem Fall Eile geboten ist.

Tollwut bei Katzen
Freilaufende oder streunende Katzen können sich bei der Jagd durch Bisse oder Kratzer von Füchsen, Fledermäusen oder Mardern mit Tollwut infizieren. Auch untereinander besteht Infektionsgefahr, insbesondere in ländlichen Gebieten, wo sehr viele wilde Katzen unterwegs sind. Auf ihren Streifzügen durch die Natur könnte eine freilaufende Katze mit solch einer wilden Katze aneinander geraten und gebissen werden. Insbesondere Besitzer einer Freigängerkatze sollten ihr Tier also auf jeden Fall impfen lassen, um eine Infektion auszuschließen. Nach einem Biss von einem wilden Tier ist unbedingt und so schnell wie möglich ein Arzt, beziehungsweise ein Tierarzt aufzusuchen. Besteht hingegen bereits der konkrete Verdacht, dass die eigene Katze an Tollwut erkrankt ist, muss das Tier völlig isoliert werden. Es darf also auch keine Tierarztpraxis mehr betreten, um auszuschließen, dass weitere Tiere oder Menschen sich anstecken. Bei Verdacht auf Tollwut ist umgehend das Veterinäramt zu verständigen.

Katzen gegen Tollwut impfen lassen
Freigängerkatzen werden in der Regel in der 12.Lebenswoche das erste Mal gegen Tollwut geimpft. Folgeimpfungen sind in der 16.Lebenswoche und im 16.Lebensmonat erforderlich, um einen umfassenden Impfschutz aufzubauen. Je nach Impfstoff wird die Impfung dann jährlich oder alle drei Jahre aufgefrischt. Bei Unklarheiten bezüglich der Impfzeitpunkte ist am besten der Haustierarzt zu befragen.

Fazit
Auch wenn es in Deutschland in den letzten Jahren nur noch äußerst selten zu Tollwutfällen gekommen ist, sollten freilaufende Katzen vor einer Infektion geschützt werden, denn durch regelmäßige Impfungen bewahrt man nicht nur sein Tier, sondern auch sich selbst und seine Familie vor einer Erkrankung.

Ein Kommentar

Ein Kommentar to “Tollwut bei Katzen”

  1. Anjaam 6. November 2012 um 18:24 1

    Soweit ich weiss, ist Tollwut keine Krankheit die nur Katzen bekommen können. Die Gefahr besteht eher in der Übertragung auf den Menschen. Und das ist die eigentliche Gefahr, da wir die Katzen gern in unsere Nähe lassen und damit der Übertragung Tür und Tor geöffnet wird. Gerade bei Freigängern im ländlichen Gebiet kann es geschehen, dass die Katzen mit dem Hauptüberträger, dem Fuchs, in Berührung kommen. Am besten ist, wenn man seine Katze immer gut im Auge behält. Sobald starke Wesensänderungen erkennbar werden, sollten man reagieren. Wenn eigentlich scheue Katzen plötzlich schmusig werden und einst zutrauliche scheu. In der zweiten Phase kann es dann zu unerwartet wilden Attacken kommen und in der dritten sieht man dann die typischen Nebenerscheinungen wie z.B. Schaum vor dem Maul.

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