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Apr 19 2010

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Supplementieren für Hund und Katze beim BARFEN

Supplementierung beim BARFEN

Supplementierung beim BARFEN

Was bedeutet Supplementieren?
Unter der Bezeichnung Supplementieren versteht man das gezielte Beimischen verschiedener Nährstoffe, die das Futter von Hund oder Katze ergänzen sollen.

Supplementieren beim BARF
Gerade beim Barfen muss das Supplementieren erfolgen, wobei Hund und Katze meist langsam daran gewöhnt werden müssen. Es kann ansonsten leicht passieren, dass sie ihr Futter komplett verweigern. Es ist daher sinnvoll, mit einem oder zwei Supplies anzufangen und erst nach und nach weitere unterzumischen. Wird eines verweigert, lässt sich das auf diese Art und Weise leicht feststellen.
Gerade, wenn Roh- oder Kochfleisch gefüttert werden, ist das Supplementieren wichtig.

Nur so kann ein Ausgleich des Gehaltes von Calcium und Phosphor in der Nahrung stattfinden. In der Natur nehmen Katze und Hund das Calcium auf, in dem sie ihre Beute vertilgen. In den Knochen der Beutetiere ist ausreichend Calcium gespeichert. Werden sie nun aber gebarft, ist der Gehalt an Calcium in der Nahrung nicht mehr ausreichend und muss ergänzt werden.

Außerdem muss der Phosphorhaushalt durch die Calciumgabe wieder ausgeglichen werden, denn reines Muskelfleisch, das häufig beim Barfen verfüttert wird, enthält zu viel Phosphor.

Anwendung in der Fütterung
Bei der Katze wird ein Calcium-Phosphor-Verhältnis von etwa 1:1 empfohlen. Teilweise wird auch von 0,9:1 ausgegangen oder von 1,1:1. Für den Hund sollte das Verhältnis auf 1,2:1 bis 1,4:1 abgestimmt werden.

Durch das Supplementieren ist es möglich, Hund und Katze eine naturnahe Ernährung zu bieten. Diese kommt nämlich meist zu kurz, wenn nur gebarft wird. Dabei wird sich zwar an der natürlichen Ernährung der Tiere orientiert, das heißt, es werden rohes Fleisch, Gemüse und Getreide verfüttert, allerdings stimmt der Zustand der Nahrung so nicht ganz. Denn in der Natur würden Hund und Katze ihre Beutetiere fressen.

Dabei sind Knochen genauso enthalten, wie bereits vorverdaute Nahrung und verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente. Wer nun bei der Fütterung nur auf die reinen Futtermittel setzt und damit zum Beispiel rohes Muskelfleisch füttert sowie gekochtes Gemüse, kann dem Tier mit der Nahrung nicht alle benötigten Stoffe bieten.

Die ausgewogene Zusammensetzung ist aber wichtig für den Erhalt der Gesundheit des Tieres. Daher gilt, dass über das Supplementieren die Nährstoffe, wie Calcium, Phosphor, Natrium oder Kalium, zuzusetzen sind.

Natürlich kann auch auf Fertigfutter ausgewichen werden, aber dieses weist meist einen zu hohen Fettgehalt auf. Außerdem kann diese Art der Fütterung auch nicht unbedingt als naturnah bezeichnet werden, was aber mit dem Barfen und der nötigen Supplementierung erreicht werden soll. Vielen Tieren bekommt diese Ernährungsweise weitaus besser.

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Aug 26 2008

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BARF – gesunde Tierernährung

B.A.R.F. steht für Biologisch artgerechtes rohes Futter.

Hierbei geht es um genau die Fütterung der Tiere, die auf Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Abfälle, Kot, Blut und Zucker verzichtet. Es geht um artgerechte Fütterung. Die derzeit auf Getreide basierende Fertignahrung aus den Supermarktregalen führt zu einem deutlichen Zuwachs der Tierkrankheiten.

B.A.R.F: Umgangssprachlich wird diese Tierfütterung Barfen genannt.

Zum Hintergrund: im industriell hergestellten Futter sind oftmals nur 4% Fleischanteil enthalten. Die restlichen 96% sind Abfälle der Industrie. Man nehme eine Whiskas Dose und drehe sie um – bei den Inhaltsstoffen findet man wieder die magischen 4% Fleischanteil, der Rest wird als tierische Nebenerzeugnisse deklariert. Lecker, Tierfutter das aus 96% Krallen, Blut, Gedärme etc besteht.

Hierzu gibt es ein sehr interessantes Buch: Schwarzbuch Tierfutter – Katzen würden Mäuse kaufen. Der ehemalige SPIEGEL-Korrespondent und Bestsellerautor Hans-Ulrich Grimm hatte Anfang des Jahres 2007 sein “Schwarzbuch Tierfutter” veröffentllichen wollen. Aber bereits im Vorfeld zum Erscheinungstermin im März 2007 hatten der Tierfutter Großkonzern Masterfoods (Whiskas, Pedigree, Chappi, Sheba, Frolic u.a) gegen die Veröffenlichung geklagt. Tja, warum wohl?

Vielleicht, weil Grimm in seinem Buch “Katzen würden Whiskas kaufen. Schwarzbuch Tierfutter” alle unappetitlichen Praktiken der Tierfutterbranche aufdeckt? Vielleicht auch deshalb, weil keiner von Masterfoods Interesse daran hat, dass die Verbraucher mal alle Abfälle aus der Nahrungsproduktion aufgelistet bekommen, die ins Tierfutter gemischt werden?  Weiter zu diesem Thema: hier

Beim Barfen wird dem Tier ein ganz spezieller Ernährungsplan geschrieben, denn jedes Tier hat andere Ansprüche, welche auch Abhängig vom Alter und dem Gesundheitszustand sind.

Was kann man alles füttern?

1. Getreide / Milchprodukte
2. Fleisch
3. Gemüse
4. Obst
5. Kräuter
6. Ei
7. Vitamine

Das Hauptaugenmerkt liegt auf dem Faktor Fleisch und Knochen, dieses sollte circa 50% der Fütterungsmenge betragen.

Viele Tierhalter haben großen Respekt vor dem Umstieg zum Barfen, da sie sich mit der Ernährung und auch der Supplementierung von Vitaminen etc. beschäftigen müssen.  Dies ist jedoch gar nicht mehr so schwer, wie vielleicht vor 2-3 Jahren. Es gibt inzwischen Online-Shops im Internet, die sich auf den Versand von tiergefrorenem Fleisch spezialisiert haben und alle wichtigen Zusatzstoffe  wie Vitamine, Spurenelemente und essentielle Fettsäuren ebenso im Sortiment haben.

Je mehr man sich mit dem Thema “Warum barfen” beschäftigt, desto größer wird das schlechte Gewissen, wenn man seinem Tier eine Dose Chappi oder Whiskas zum fressen gibt.

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