Feb 04 2015

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Sicheres Ausreiten im Dunklen

Abgelegt 12:15 unter Aktuelles

Nur, weil es früh dunkel wird, bedeutet das nicht, dass es Pferd und Reiter reicht, ab und zu Weidegang zu bekommen und ansonsten nur in der warmen Halle zu trainieren. Ab und zu fehlt das Ausreiten selbst in der dunklen Jahreszeit – und es spricht auch nichts dagegen, nach Sonnenuntergang noch auszureiten. Allerdings gibt es für Ausritte im Dunklen ähnlich wie beim Fahrradfahren Spezialausstattung, die Pferd und Reiter gut sichtbar machen und Unfällen vorbeugen.

Die Ausstattung für den Ausritt in der Dunkelheit
Mensch und Tier sollten beim Ausreiten in der Dunkelheit so viele Reflektoren wie möglich tragen, damit sie für herannahende Autos und andere Fahrzeuge, Fahrräder und Fußgänger gut sichtbar sind. Für den Menschen gibt es reflektierende Warnwesten, die über die Reitweste oder Jacke angezogen werden können. Auch Lichter, die einem Fahrradlicht ähneln, kann der Mensch tragen, beispielsweise als Umschnalllicht für den Reithelm. Das ermöglicht dem Reiter etwas weitere Sicht nach vorne. Fürs Pferd gibt es reflektierende Gamaschen, Schweifbänder, Zügel und mit Klettverschluss anbringbare Reflektoren für die Satteldecke. Lichter für die Pferdeausstattung, besonders am Zaumzeug, sind weniger zu empfehlen, da viele Pferde irritiert reagieren können. Am besten werden Lichter an der Ausrüstung des Reiters angebracht oder nach hinten gerichtet, zum Beispiel an den Steigbügeln.

Sicherheit beim Dunkelheitsritt
Wer sich nicht zutraut, das Pferd zu halten, wenn es schreckhaft wird, sollte bei Dunkelheit lieber noch nicht ausreiten. Pferde sind als Fluchttiere im Dunklen besonders wachsam, selbst das gelassenste Pferd kann erschrecken, wenn es ein Geräusch hört oder sich jemand annähert. Bestenfalls sucht man sich eine Reitstrecke fernab von befahrenen Straßen, da das Risiko doch höher ist als bei Tag, nicht gesehen zu werden. Besonders sicher sind Ausritte in der Gruppe, mindestens aber zu zweit oder zu dritt, da die Anwesenheit anderer Pferde beruhigend wirken kann und im Notfall immer jemand da ist, der helfen kann. Ein Handy sollte auf jeden Fall mitgenommen werden, um im Notfall Hilfe anfordern zu können. Sumpfige oder unwegsame Strecken sollten ebenfalls vermieden werden, da Pferde zwar im Dunklen sehen können, der Reiter aber womöglich nicht.

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