Jul 14 2014

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Schadet Blaukorn Hund und Katze?

Abgelegt 12:56 unter Allgemein,Tierhaltung

Das Düngen des eigenen Gartens mit Blaukorn ist heftig umstritten. Während manche Menschen auf die Vorteile dieses Düngers schwören, heben andere die Nachteile hervor und meiden den chemischen Dünger vollständig. Doch wenn Hund oder Katze im Haus sind, sollte vor allem die Gesundheit der Tiere im Vordergrund stehen.

Was ist Blaukorn?

Blaukorn ist ein Kunstdünger und ein sogenannter NPK-Dünger, weil es Stickstoff, Phosphat und Kalium enthält. Blaukorn wirkt im Vergleich zu anderen Düngern besonders schnell und effektiv, schon eine kleine Menge lässt die Pflanzen sprießen. Aus diesem Grund kann der Boden jedoch auch schnell überdüngt werden. Dann gelangt Nitrat aus dem Stickstoff ins Grundwasser, die Bodenorganismen sterben und die gesamte Kultur des Bodens leidet. Außerdem kann das im eigenen Garten angebaute Obst und Gemüse die chemischen Stoffe aufnehmen, so dass Überreste des Kunstdüngers auch in den menschlichen Körper gelangen. Der günstige Preis überdeckt jedoch häufig die Bedenken.

Wie gelangt der chemische Dünger in den tierischen Körper?

Wenn Hunde oder Katzen im Garten spielen, kommen zu den genannten Nachteilen noch weitere Risiken hinzu. Denn das Blaukorn liegt auf der Oberfläche des Bodens, Tiere wie Hunde und Katzen kommen folglich mit dem Kunstdünger in Kontakt. Allerdings ist nicht nur die direkte Aufnahme über das Fressen des Düngers gefährlich, Blaukorn bleibt auch in kleinsten Partikeln im Fell der Tiere hängen und gelangt in den Körper, wenn die reinlichen Tiere ihr Fell putzen. Auch über die Schleimhäute und Atemwege können Partikel des Kunstdüngers in den Körper gelangen.

Wie wirkt Blaukorn auf Hunde und Katzen?

Das im Kunstdünger enthaltene Nitrat reizt die Magen-Darm-Schleimhäute, in der Folge treten Symptome wie Erbrechen, Krämpfe und ein blutiger Stuhlgang auf. Wird das Nitrat im tierischen Körper in Nitrit umgewandelt, wirkt sich dieses auf den Sauerstofftransport im Körper aus. Atemnot und Kreislaufbeschwerden sind erste Anzeichen für eine Sauerstoffunterversorgung, in Abhängigkeit von der aufgenommenen Menge können Hund und Katze auch an einer Vergiftung durch Nitrit sterben. Bei ersten Anzeichen dieser Symptome sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Grundsätzlich gilt jedoch: Wenn Hund oder Katze im eigenen Garten spielen, ist Blaukorn Gift für Gesundheit der Tiere und sollte keinesfalls zum Einsatz kommen.

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