Jul 22 2014

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Braucht eine Wohnungskatze auch Wurmkuren?

Abgelegt 08:25 unter Katzenhaltung

Bei dem Thema, ob Wohnungskatzen regelmäßigen Wurmkuren unterzogen werden sollen, scheiden sich die Meinungen. Grundsätzlich kann jedoch folgendes gesagt werden: Wenn es sich um eine reine Wohnungskatze handelt, sie also nie ins Freie geht, keine Mäuse frisst, sondern nur Dosenfutter und auch mit anderen Katzen nicht in Berührung kommt, reicht es, wenn maximal einmal im Jahr eine Entwurmung vorgenommen wird.

Würmer können nur durch einen Wirt übertragen werden, also beispielsweise über eine Maus oder wenn die Katze rohes Fleisch frisst. Auch mit der Muttermilch können Würmer auf die Katzenbabys übertragen werden. Jede Wurmkur schwächt den Körper der Katze. Bei der Wurmkur durch den Tierarzt wird der Katze Chemie verabreicht, die die im Körper lebenden Würmer abtöten soll. Diese Chemie wiederum ist für den Katzenkörper nicht ungefährlich und kann die Leber der Katze bleibend schädigen. Von einer Entwurmung auf bloßen Verdacht ist daher abzuraten.

Wenn der Verdacht eines Wurmbefalls vorliegt, sollte man die Katze gut beobachten: Erbrechen, Durchfall, Kratzen im Afterbereich, aufgeblähter Bauch, schlechtes Fell, großer Appetit ohne Gewichtszunahme – all das können Anzeichen für einen Wurmbefall sein. Bei Flohbefall muss entwurmt werden, weil Flöhe Bandwürmer übertragen können. Liegt der Verdacht eines Wurmbefalls vor, sollte umgehend der Tierarzt aufgesucht werden. Durch eine Kotuntersuchung kann leicht festgestellt werden, ob tatsächlich Würmer vorhanden sind. Je nach Schwere des Wurmbefalls und Größe und Konstitution der Katze wird der Tierarzt Tabletten, Spot-on-Präparate oder Salben verschreiben, die der Katze leicht daheim verabreicht werden können.

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